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Mag. Carmen Mertlitsch, Psychotherapeutin, und Dr. Marion Mitsche, Klinische Psychologin, haben diesen Lehrgang gemeinsam entwickelt, mit dem Anspruch, diagnostische Präzision und psychotherapeutische Expertise auf hohem fachlichen Niveau zu verbinden. Die enge Zusammenarbeit unserer beiden Berufsgruppen eröffnet eine differenzierte, integrative Perspektive auf Neurodivergenz, in der sich Diagnostik und Behandlung nicht nur ergänzen, sondern in ihrer Kombination eine besonders fundierte und wirksame klinische Praxis ermöglichen.​​

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Diagnostik und psychotherapeutische Behandlung von ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter

Neurodivergente Erwachsene stellen Fachkräfte in Diagnostik, Beratung und Psychotherapie häufig vor komplexe Fragestellungen. Dieser praxisorientierte Lehrgang vermittelt fundiertes Wissen, diagnostische Sicherheit und konkrete therapeutische Strategien für die Arbeit mit Erwachsenen mit ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen.

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Wissen. Verstehen. Wirksam begleiten.

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Sie lernen, ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter differenziert zu erkennen, diagnostisch sicher einzuordnen und psychotherapeutisch gezielt zu begleiten.

Im Fokus stehen ADHS, Autismus, kombinierte neurodivergente Profile, Komorbiditäten sowie der Zusammenhang von Neurodivergenz und Trauma.

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Für wen ist der Lehrgang geeignet?

Für Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, psychosoziale Fachkräfte und Lehrpersonen, die ihre fachliche Sicherheit im Bereich Neurodivergenz erweitern möchten.

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Module und Termine

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Modul 1: ADHS – Grundlagen und Diagnostik

25. bis 26. September 2026
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Dr. Marion Mitsche

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Dieses Modul vermittelt fundierte Grundlagen zu ADHS im Erwachsenenalter und gibt einen praxisnahen Einblick in den diagnostischen Prozess. Neben den diagnostischen Kriterien und unterschiedlichen Erscheinungsformen stehen insbesondere die strukturierte Anamnese, die Erfassung der Symptomatik in Kindheit und Erwachsenenalter sowie der Einsatz geeigneter diagnostischer Verfahren im Mittelpunkt. Anhand von Fallbeispielen wird erarbeitet, wie ADHS von anderen psychischen Störungsbildern abgegrenzt und diagnostisch fundiert eingeordnet werden kann.

 

Modul 2: Psychotherapeutische Behandlung von ADHS

2. bis 3. Oktober 2026
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Mag. Carmen Mertlitsch

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Die psychotherapeutische Behandlung von ADHS unterscheidet sich grundlegend von klassisch therapeutischen Ansätzen, da neurodivergente Phänomene nicht „geheilt“, sondern der möglichst hilfreiche Umgang damit erlernt wird. Das basiert auf einem ressourcenorientierten, multimodalen Behandlungskonzept mit Psychoedukation, auch was die Medikation betrifft. Sie dient dazu, Selbstfürsorge auf- und Selbstzweifel abzubauen, den Energiehaushalt zu regulieren und den Leidensdruck im Alltag zu senken sowie konkrete Strategien aus Selbstbeobachtung zu erlernen. Dazu kommt die Co-Behandlung von häufigen Begleiterscheinungen wie Schmerzerkrankungen, Burnout, Essstörungen und anderen.

 

Modul 3: Autismus-Spektrum-Störung – Grundlagen und Diagnostik

6. bis 7. November 2026
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Dr. Marion Mitsche

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Das Modul vermittelt zentrale Grundlagen zu Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter und führt praxisnah durch die einzelnen Schritte einer fundierten diagnostischen Abklärung. Behandelt werden die diagnostischen Kriterien, unterschiedliche Erscheinungsformen sowie Besonderheiten der sozialen Kommunikation und Interaktion, der Wahrnehmung und Reizverarbeitung und restriktiver bzw. repetitiver Verhaltensweisen und Interessen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf spät diagnostizierten Erwachsenen sowie auf Personen, die ihre autistischen Merkmale über viele Jahre kompensiert oder maskiert haben. Thematisiert werden außerdem geschlechtsspezifische Unterschiede, die Entwicklungsanamnese und der Einsatz geeigneter diagnostischer Verfahren. Anhand von Fallbeispielen werden typische diagnostische Herausforderungen erarbeitet.

 

Modul 4: Diagnostik kombinierter neurodivergenter Bilder einschließlich Komorbiditäten

27. bis 28. November 2026
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Dr. Marion Mitsche

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Wenn ADHS und Autismus gemeinsam auftreten, entsteht häufig ein komplexes klinisches Bild, in dem sich einzelne Merkmale überschneiden, gegenseitig verstärken oder scheinbar widersprechen können. Dieses Modul beschäftigt sich mit der diagnostischen Einordnung solcher kombinierten neurodivergenten Profile und zeigt, wie ADHS und Autismus auch bei komplexen Symptomkonstellationen differenziert erfasst werden können.

Im Mittelpunkt stehen Symptomüberschneidungen und Unterschiede zwischen ADHS und Autismus sowie häufige psychische Begleiterkrankungen und Differenzialdiagnosen, darunter insbesondere Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen sowie andere psychische Begleitthemen wie z.B. die Alexithymie. Auch Masking, Kompensationsstrategien und die Bedeutung biografischer Entwicklungsverläufe werden berücksichtigt. Anhand komplexer Fallbeispiele wird vermittelt, wie diagnostische Informationen zusammengeführt und zu einer nachvollziehbaren klinischen Einschätzung verdichtet werden können.

 

Modul 5: Psychotherapeutische Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen

20. bis 21. November 2026
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Mag. Carmen Mertlitsch

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Autismus ist keine Erkrankung, vielmehr geht es in der Psychotherapie darum, die Lebensqualität zu verbessern, den Alltag zu strukturieren, die Kommunikation zu erleichtern und den Leidensdruck durch häufig auftretende Begleiterkrankungen wie Alexithymie, Depressionen, Ängste, Aufmerksamkeitsproblemen oder Schlafstörungen zu senken. Ein ressourcenorientiertes Behandlungskonzept basiert auf Verständnis und Psychoedukation, Rollentausch, dem Aushalten von Ambivalenzambiguität sowie von persönlich hilfreichen Strategien.

 

Modul 6: Psychotherapeutische Behandlung bei kombinierter ADHS und Autismus-Spektrum-Störung

11. bis 12. Dezember 2026
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Mag. Carmen Mertlitsch

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Das sehr häufig vorkommende, kombinierte Bild ist individuell ausgeprägt, unterscheidet sich letztlich jedoch sehr stark von den Einzelformen und bleibt unter der Oberfläche von Depression, Angst- und Panikstörungen, Zwangs- und Essstörungen für das ungeschulte Auge oft verborgen. Dieses Bild, das entweder stärker ADHS- oder ASS-akzentuiert ist, kann jedoch (fast) als eigenständige Form der Beeinträchtigung erfasst werden, deren Auswirkungen sich häufig erst im frühen oder späteren Erwachsenenalter bemerkbar machen.

 

Modul 7: Psychotherapeutische Behandlung von Neurodivergenz und Trauma

15. bis 16. Jänner 2027
Freitag 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 09:00 bis 17:00 Uhr
Vortragende: Mag. Carmen Mertlitsch

 

Neurodivergenz ist vererbbar und häufig werden bestimmte dysregulierte Verhaltensweisen aus dem Elternhaus mitgegeben, durch mehrfache Überforderung der Eltern sind betroffene Kinder in einem höheren Ausmaß von häuslicher Gewalt und Vernachlässigung betroffen bzw. werden leicht Opfer von Mobbing, körperlicher oder sexueller Gewalt durch andere, teils auch unbekannte Personen. Zudem kann das Erleben einer stark akzentuierten Neurodivergenz bei Eintritt in regulierte soziale Strukturen (Kindergarten, Volksschule oder bei Schulwechsel) Spuren hinterlassen, die teilweise den Phänomenen einer posttraumatischen Belastungsstörung ähneln.

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Ort: Klagenfurt, Koschatstraße 7
Kosten: 180 Euro pro Modul
Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
Umfang: 7 Module
Format: praxisnah, fundiert und aufbauend

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Anmeldung

Buchung einzelner Seminare:

Bei Buchung einzelner Module erfolgt die Anmeldung direkt bei der jeweiligen Vortragenden.

Dr. Marion Mitsche
office@marionmitsche.at

Mag. Carmen Mertlitsch
carmenmertlitsch@hotmail.com

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Buchung des gesamten Lehrgangs

Bei Buchung des gesamten Lehrgangs senden Sie Ihre Anmeldung bitte an beide E-Mail-Adressen:

carmenmertlitsch@hotmail.com
office@marionmitsche.at

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Warum dieser Lehrgang?

Weil neurodivergente Klientinnen und Klienten häufig lange unerkannt bleiben, mit Fehldiagnosen kommen oder komplexe kombinierte Profile zeigen.

Dieser Lehrgang unterstützt Sie dabei, diagnostisch klarer zu entscheiden, therapeutische Prozesse individueller zu gestalten und neurodivergente Erwachsene wirksam, fachlich fundiert und wertschätzend zu begleiten.

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Jetzt Platz sichern

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
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Im September 2026 ist unser Lehrgang Neurodivergenz mit dem ersten Modul „ADHS – Grundlagen und Diagnostik“ gestartet.

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Besonders freut uns die Zusammensetzung der Gruppe: Die Teilnehmer kommen nahezu zu gleichen Teilen aus den Bereichen Psychotherapie, Klinische Psychologie bzw. Psychologie sowie Lebens- und Sozialberatung.

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Ein zentrales Anliegen des Lehrgangs ist es, die Qualität im Erkennen und Verstehen von ADHS und Autismus zu stärken. Gerade in Psychotherapie, Beratung und Klinischer Psychologie begegnen uns Menschen, bei denen sich im Gespräch Hinweise auf eine mögliche Neurodivergenz zeigen. Umso wichtiger ist es, diese Hinweise wahrzunehmen, einzuordnen und zu wissen, wann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll ist.

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Im ersten Modul haben wir deshalb mit den ICD-10- und ICD-11-Kriterien gearbeitet. Die relevanten Symptome wurden anhand vieler Praxisbeispiele besprochen und es wurde herausgearbeitet, wie ein strukturiertes Erstgespräch, eine fundierte Exploration und Anamnese aufgebaut sein kann. Die Teilnehmerinnen haben eine Gesprächsgrundlage erarbeitet, an der sie sich künftig orientieren können. Ergänzend wurden Fragebögen und strukturierte Interviews vorgestellt, die helfen können, Hinweise auf ADHS fundiert einzuordnen und gegebenenfalls eine weiterführende Diagnostik anzuregen.

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Ein weiterer Schwerpunkt war der Ablauf einer klinisch-psychologischen ADHS-Diagnostik: welche Bereiche erhoben werden, welche Testverfahren möglich sind und woran eine umfassende, leitlinienorientierte Abklärung erkennbar ist.

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Auch für Berufsgruppen, die nicht selbst diagnostisch tätig sind, ist es wichtig, Befunde lesen, verstehen und Klienten nachvollziehbar erklären zu können. Genau das wurde daher ebenfalls ausführlich behandelt.

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Die ersten beiden Fortbildungstage waren geprägt von vielen fachlichen Gesprächen, praxisnaher Arbeit und einer sehr engagierten Mitarbeit. Wir freuen uns auf die kommenden Module und die weitere gemeinsame Arbeit mit dieser engagierten Gruppe.

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Bei Interesse: Der nächste Lehrgang Neurodivergenz ist für Herbst 2027 geplant.

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