Systemisches Familienstellen - Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!

Aufstellungen und die damit verbundenen Rollenspiele nutzen die Fähigkeit des Menschen, Gefühle in Bildern auszudrücken. Komplizierte Sachverhalte werden dargestellt und können mit einem Blick erfasst werden. Es fällt einen oft wie Schuppen von den Augen und ein Perspektivenwechsel ergibt sich daraus.


Beim Aufstellen mit Personen geht es vor allem um die szenische Darstellung von Beziehungen, die eine „therapeutische Wirkung“ auf den Klienten haben. Muster, Glaubenssätze, Konflikte und viele andere werden so transparent und können ohne die direkte Beteiligung der betreffenden Personen gelöst oder bearbeitet werden.


Das Familienstellen stellt diesen Prozess innerhalb eines Familiengebildes dar, aber auch Organisationen und andere Szenen außerhalb des Familienfeldes werden gerne aufgestellt. So wird ein Darsteller zum gleichgültigen Chef, der in der Aufstellung sogar die gleiche Körperhaltung einnimmt, eine andere Darstellerin wird zur Kollegin, die nicht nur in der Aufstellung zwischen dem Chef und der Aufstellerin vermittelnd steht. Die Darsteller berichten im ersten Schritt wie sie sich körperlich fühlen, was ihnen durch den Kopf geht, wie sie die anderen Personen im Raum wahrnehmen. Schon bei diesem ersten Schritt erkennt der Aufsteller die Grundthematik und der Perspektivenwechsel beginnt. Er nimmt selbst seinen Platz im System ein und löst mit Hilfe des Psychologen die Blockade im System. Dies kann durch ein Umstellen der Darsteller passieren, durch einen herbeigeführten Dialog, durch Verzeihen uvm.


Durch die Aufstellung wird die eigene Wahrheit von der Vergangenheit, des eigene Wertesystem, die eigenen Verhaltensmuster und Glaubenssätze bearbeitet und Belastungen gelöst.


Foto: Pixabay

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